Eine italienische Studie bringt das Vorkommen von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) in Lebensmitteln mit dem verwendeten Kochwasser in Verbindung.

 

Während Trinkwasser und verschiedene Fische und Fleischarten bekannte Quellen für PFAS in der Nahrung sind, haben frühere Untersuchungen die Auswirkungen des Kochens von Lebensmitteln in kontaminiertem Wasser nicht speziell als mögliche Quelle der Lebensmittelverschmutzung betrachtet.

  
Die Studie wurde unter Verwendung von Brunnenwasser eines landwirtschaftlichen Betriebs aus der Region Venetien durchgeführt, die für hohe PFAS-Belastung bekannt ist. Nudeln, Reis, Rindfleisch und Gemüse (alle nachweislich nicht mit Fluorchemilkalien kontaminiert) wurden in diesem Wasser auf übliche Weise gegart. Anschließend wurden die gekochten Lebensmittel erneut auf PFAS untersucht.

 

Nudeln und Reis nehmen beim Kochen viel Wasser auf, mehr als Gemüse oder Fleisch. Daher wiesen sie erwartungsgemäß auch die höchsten gemessenen Konzentrationen an PFAS auf. Kontaminiertes Kochwasser kann daher eine nicht zu vernachlässigende Eintragsquelle für PFAS in gekochte Speisen sein. Eine strenge Kontrolle des Trinkwassers sollte dieses Risiko weitgehend ausschließen.

    

IHR PLUS: Die AGROLAB Trinkwasser- und Lebensmittellabore untersuchen per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) nach akkreditierten Methoden.

 

Autor: Dr. Frank Mörsberger